Sprachliche Frühförderung mit HIPPY

Hippy LogoBeim Besuch im Wr. Neustädter Rathaus berichteten die Projektmitarbeiterinnen und -teilnehmerinnen Bgm. Mag. Klaus Schneeberger über den Verlauf des niederschwelligen Bildungsprogrammes.
 

 

 

Seit 2012 unterstützt der Verein menschen.leben mit dem Frühförderprogramm HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) Kinder und Familien mit Migrationshintergrund in verschiedenen niederösterreichischen Gemeinden – auch in Wr. Neustadt. Am 8. Juni wurden die Projektmitarbeiterinnen und -teilnehmerinnen in das Rathaus Wiener Neustadt eingeladen, trafen Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger zum Gespräch und erhielten zahlreiche Informationen über die Services im Rathaus.

 „Meine Tochter ist schüchtern und spricht im Kindergarten wenig Deutsch, deswegen habe ich mich für das Projekt HIPPY interessiert und wollte unbedingt mitmachen“, sagt eine der teilnehmenden Mütter des niederschwelligen Bildungsprogrammes. Hintergrund und Ziel ist es, Eltern und Müttern durch geschulte Hausbesucherinnen Tipps und Materialien näher zu bringen, damit diese ihre Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren in deren sprachlichen und motorischen Entwicklung fördern. Ein Frühförderprogramm, von dem die ganze Familie profitiert. „Ich übe sehr gerne mit meiner Tochter, v.a. auch weil die Materialien so schön und anschaulich sind“, fügt die Teilnehmerin mit einem Lächeln hinzu.

Hippy Frauen Wr. Neustadt

Projektmitarbeiterinnen und –teilnehmerinnen von HIPPY Wr.Neustadt mit DSA Claudia Auer-Deutsch (Leiter des Sozialservice, 2.v.l.) und DSA Maria Zwicklhuber (Leiterin des Referates für Vielfalt und Zusammenleben, 2.v.r.)

Schneeberger: „Wesentlicher Baustein erfolgreicher Integration“
Von der Sinnhaftigkeit des Projektes überzeugt sind auch die VertreterInnen des Wiener Neustädter Rathauses, die das Projekt nicht nur unterstützen, sondern auch die Projektmitarbeiterinnen und –teilnehmerinnen am 8. Juni zum Besuch ins Rathaus einluden. Im gemeinsamen Gespräch konnte sich Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger ein Bild vom Verlauf des Bildungsprogrammes machen und die Frauen und Mütter das Stadtoberhaupt hautnah kennenlernen. „Gerade die sprachliche Frühförderung ist ein ganz wesentlicher Baustein erfolgreicher Integration. Deshalb sind – neben den Bemühungen in den Kindergärten – Initiativen wie ‚HIPPY‘ besonders wichtig. Ich freue mich, dass es dieses Projekt auch in Wiener Neustadt gibt und wünsche den Verantwortlichen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens“, so der Bürgermeister. Im Anschluss erfuhren die Teilnehmerinnen auf Einladung der Leiterin des Referates für Vielfalt und Zusammenleben DSA Maria Zwicklhuber viel Wissenswertes rund um die Services im Rathaus. Auch die Leiterin des Sozialservice DSA Claudia Auer-Deutsch nahm sich Zeit für die HIPPY-Damen und informierte über verschiedene Themen. Für die Frauen stellte der Besuch im Rathaus ein ganz besonderes Highlight im Projekt HIPPY dar.

Nachfrage größer als das Angebot
Insgesamt profitieren 18 Kinder und ihre Familien in Wiener Neustadt von dem Bildungsangebot, dessen Inhalte durch sogenannte Hausbesucherinnen aus denselben migrantischen Communities vermittelt werden. Mit dem derzeitigen Projektvolumen könne aber nur ein Teil der zahlreichen Anfragen gedeckt werden, weiß Projektkoordinatorin Mag. Bernadette Mayrhofer vom Verein menschen.leben: „Wir erhalten weiterhin zahlreiche Anfragen von Familien, die gerne an dem Programm teilnehmen und ihre Kinder fördern wollen. Leider müssen wir sie auf die Warteliste setzen und auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Manchmal ist es dann aber für eine Teilnahme zu spät, so werden Kinder nur bis 7 Jahre unterstützt“.

HIPPY-Projektseite

 

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