Recycling als neue Erfahrung

Siggerwiesen1Im Rahmen des gemeinsamen Umweltbildungsprojektes mit GLOBAL 2000 waren 30 junge Flüchtlinge aus den Salzburger Wohngemeinschaften „Hayat“ in der Umweltschutzanlage Siggerwiesen zu Gast und erlebten dort erstmals das Thema Recycling hautnah.
 
 
 

Der Ausflug war einer der Workshops eines neuen Umweltschutzprojektes der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und des Vereins menschen.leben, die mit dieser Kooperation Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund Umweltschutz näherbringen und sie auf diese Weise bei der Integration unterstützten wollen.

Zur Einstimmung sensibilisierte Umweltpädagoge Martin Gleiss von GLOBAL 2000 die jugendlichen Flüchtlinge mit einem Workshop dafür, warum es wichtig ist, kostbare Rohstoffe wieder in einen Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Dabei lernten die Burschen auch, was man aus getrennten Wertstoffen herstellen kann und welche Rohstoffe ansonsten verbraucht werden müssten. Danach folgte eine Führung durch die Recyclinganlage und die Jugendlichen waren beeindruckt, wie mit Maschinen, Baggern und Greifarmen die Abfälle aufbereitet und verarbeitet werden. Denn in ihren Herkunftsländern ist Recycling kaum ein Thema. „In Afghanistan gibt es Mülleimer nur in den größeren Städten, am Land wird der Müll einfach in die Natur geworfen und manchmal von anderen Personen abgeholt und weiterverkauft“, erzählt der 16-jährige Farid.

Umweltverhalten üben und kennen lernen
Umso wichtiger ist es, dass die jungen Flüchtlinge lernen, wie in Europa und insbesondere in Österreich mit Abfall umgegangen wird. „Durch den Aufenthalt in unseren Einrichtungen wissen die Burschen mittlerweile genau, welchen Müll man trennen kann und warum dies auch sehr wichtig ist“, erklärt Flüchtlingsbetreuer Kristian Maeda-Krause. Mit dem Ausflug in die Recyclinganlage sahen die Jugendlichen welch hohen Stellenwert der Umweltschutz in Österreich hat und konnten so auch ihre eigene Umweltbildung erhöhen, was ein wesentliches Ziel des Umweltprojektes mit GLOBAL 2000 ist. Durch die Workshops und Ausflüge setzen sich die jungen Flüchtlinge mit österreichischen Lebensgewohnheiten auseinander und üben anerkanntes Umweltverhalten. Insgesamt werden mit diesem Projekt bis Oktober 2014 rund 200 TeilnehmerInnen erreicht.

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