Das Thema Flucht zum Nachfühlen

Flucht miniMit drei Veranstaltungen in Salzburg und Hallein gab der Verein menschen.leben beim „Langen Tag der Flucht“ des UNHCR  am 26.9. einen Einblick in das Leben von Menschen auf der Flucht.
 


 

 
Im Salzburger Furtwängler Park haben die MitarbeiterInnen und betreuten Flüchtlinge des Vereins menschen.leben eine Straßenaktion organisiert, die mit interaktiven Stationen das Thema Flucht erfahrbar machte. Die Stationen standen dabei stellvertretend für jene „Stationen“, die viele Menschen auf ihrer Flucht durchleben. „Uns ging es darum, durch die vereinfachte Darstellung einer fiktiven Flucht zu erreichen, dass sich die Menschen in das Thema Flucht hineinversetzen und angeregt werden, sich mit dem Thema Asyl zu beschäftigen“, sagt Organisator und Flüchtlingsbetreuer Kristian Maeda-Krause.

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Zahlreiche BesucherInnen und eine Schulklasse aus dem Musik- und Sportgymnasium Salzburg nutzten dieses Angebot, diskutierten mit den Flüchtlingen und haben so einen tieferen Einblick in das Thema Flucht erhalten. Für die Verpflegung sorgten die TeilnehmerInnen der Salzburger L.I.F.E Deutschkurse für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtige, die ebenfalls im Furtwängler Park mit einem interkulturellen Picknick zu einer kulinarischen Entdeckungsreise eingeladen haben.

In Hallein haben unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den Salzburger Wohngemeinschaften des Vereins menschen.leben im Rahmen einer Ausstellung unter dem Titel „Heimat.Bild – Flucht.Bild“ ihre Sicht auf die Themen Flucht und Heimat künstlerisch umgesetzt. Zu sehen waren im Kolpinghaus Hallein selbstgemalte Bilder, welche in Verbindung mit ihrer Flucht aus Afghanistan und der Sehnsucht nach der alten Heimat stehen. Für die Ausstellung haben sich die Jugendlichen des „Hayat Hallein“ außerdem mit der Kamera auf den Weg gemacht und  wurden an ihren besonderen Plätze in Hallein und Salzburg fotografisch festgehalten.

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Es fanden einige Besucher – teilweise auch aus Salzburg – den Weg nach Hallein, nutzten dieses Angebot und informierten sich über das Thema Flucht. Nicht nur die Information stand bei dieser Ausstellung im Mittelpunkt, sondern auch die Einladung zum Dialog. So wurden die Ausstellungsbesucher auch mit selbstreflexiven Fragen zum Thema Flucht – wie z.B. „Wovor musstest du in deinem Leben schon flüchten“ – konfrontiert. Weiters wurden vom Verein menschen.leben auch eine Führung durch die Ausstellung für Schüler und ein Vortrag über das Thema Asyl angeboten.

Beim dritten „Langen Tag der Flucht“ des UNHCR haben über 70 Veranstaltungen in sechs Bundesländern zum Mitmachen, Mitspielen, Zuhören, Zusehen und Diskutieren eingeladen. Organisiert wurde der „Lange Tag der Flucht“ vom UNFlüchtlingshochkommissariat UNHCR gemeinsam mit KooperationspartnerInnen aus Kunst, Kultur, Sport und dem Flüchtlingsbereich.

 

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